Frankreich: attraktiver Investitionsstandort für Schweizer Unternehmen [fr]

Pressemitteilung - Bern, 25 April 2019

Im Jahr 2018 führten 72 neue Schweizer Investitionsentscheidungen zur Schaffung oder Erhaltung von 3.359 Arbeitsplätzen in Frankreich – doppelt so viele wie im Jahr zuvor

Der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire hat die Bilanz internationaler Investitionen in Frankreich vorgestellt. Die vorgelegten Zahlen belegen das wieder erlangte Vertrauen der ausländischen Anleger in den Standort Frankreich.

Insbesondere die industrielle Präsenz ausländischer multinationaler Unternehmen in Frankreich ist beträchtlich: Insgesamt 1.323 Projekte (ein Plus von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr) trugen im letzten Jahr zur Erhaltung oder Schaffung von über 30.300 Arbeitsplätzen bei. Letztes Jahr waren es noch 33.489. Frankreich ist 2018 das führende Gastland für Schweizer arbeitsplatzschaffende Investitionen in Europa (35 Prozent der Projekte) - noch vor Deutschland mit 23 Prozent und dem Vereinigten Königreich mit sieben Prozent.

Rund 1.900 französische Unternehmen sind in der Hand von Schweizer Investoren und beschäftigen in Frankreich fast 140.000 Personen. Im vergangenen Jahr stiegen die Schweizer Investitionen um 22 Prozent, eine Dynamik, die sich aus einer Zunahme der Investitionsentscheidungen in der Produktion ergibt. Dabei wurden die größten Investitionen in Bauprojekten getätigt (18 Prozent), im Arzneimittelsektor (16 Prozent) und in der Beratung (elf Prozent).

Regionale Wirtschaftsdynamik

Im innereuropäischen Wettbewerb um den Standort ausländischer Investitionen ist die wirtschaftliche Dynamik von Regionen und Metropolen oft ein entscheidender Faktor. So konzentrieren sich die Investitionsentscheidungen in Frankreich jedoch nicht auf sehr große Ballungsräume. Tatsächlich geht die wirtschaftliche Attraktivität der Ile-de-France mit Paris als Zentrum und der wichtigsten Metropolregionen nicht zu Lasten der anderen französischen Regionen. Gemessen am regionalen BIP weisen die Regionen Okzitanien und Grand Est eine deutlich höhere Anzahl ausländischer Investitionsprojekte auf als die Region Île-de-France.

Insgesamt 60 Prozent der Projekte befinden sich in Ballungszentren mit weniger als 200.000 Einwohnern.

Schweizer Investitionsprojekte befinden sich in abnehmender Reihenfolge hauptsächlich in den Regionen Auvergne-Rhône-Alpes, Burgund-Franche-Comté, Île-de-France und Okzitanien.

Die ‚Top 5‘

Zu den Schweizer Unternehmen, die im vergangenen Jahr in den Standort Frankreich investierten, gehörten beispielsweise Multiwave Technologies und Givaudan. Unter den ‚Top 5‘ der Schweizer Unternehmen in Bezug auf die Beschäftigungszahlen befinden sich: Nestlé, Kühne Holding AG, STMicroelectronics, Adecco und Lafargeholcim. Die Entwicklung der Produktionsstätten der bereits etablierten Schweizer Unternehmen spiegelt das Vertrauen wider, das sie in die französische Industriestruktur setzen.

Nach einem starken Wachstum im Jahr 2017 stabilisieren sich die ausländischen Investitionen in die Produktion auf einem hohen Niveau. Die Schweiz ist der sechstgrößte ausländische Investor in Frankreich

so Anne Paugam, französische Botschafterin in der Schweiz.

Im Auftrag des Ministeriums hat die französische Agentur für die internationale Entwicklung der französischen Wirtschaft ‚Business France‘ einen Bericht über die internationalen Investorenaktivitäten in Frankreich veröffentlicht.
Hier gelangen Sie zur englischsprachigen Pressemappe sowie zur englischsprachigen Studie 2018.

Bilan Invest :

Pressekontakt : Sandra Jamet
Französische Botschaft
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CH-3006 Berne, Suisse
Téléphone : +41 (0)79 532 09 52
Courriel : sandra.jamet@diplomatie.gouv.fr

Letzte Änderung 23/04/2019

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