Schweizer Investoren setzen weiter auf den Standort Frankreich [fr]

Im letzten Jahr haben sich die Schweizer Investoren sehr stark in Frankreich engagiert – über 1.500 Arbeitsplätze wurden so gefestigt und geschaffen: ein Plus von 46 Prozent.

Der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire ließ es sich nicht nehmen, die Bilanz internationaler Investitionen in Frankreich persönlich vorzustellen. Mit 59 Projekten und 1.503 geschaffenen und gesicherten Jobs haben Schweizer Investoren letztes Jahr ein Ausrufezeichen gesetzt. Bei der Ansiedlung neuer Filialen beziehungsweise der Aufstockung schon bestehender Niederlassungen steht ein Plus von 37 Prozent zu Buche, bei der Schaffung oder Sicherung von Jobs sogar ein Zugewinn von 46 Prozent. Ein Rekordwert und vorläufiges Allzeit-Hoch: noch nie waren höhere Werte gemessen worden.

Die französische Agentur Business France, welche die internationalen Investorenaktivitäten in Frankreich analysiert, hat diese Zahlen im Auftrag des Ministeriums nun veröffentlicht. Eine detaillierte Darstellung aller Parameter gibt es hier.

Insbesondere drei Regionen sind sehr aktiv in Frankreich: der Großraum Genf punktet – nicht unerwartet – mit der stärksten Präsenz, gefolgt von den Metropolenregionen Zürich und Basel mit ihrem Umland. Die geografische Nähe spielt bei Investitionsentscheidungen immer noch eine nicht zu unterschätzende Rolle. Das gilt auch für die Wahl des französischen Standortes. Hier liegt der grenznahe Osten Frankreichs mit dem starken Industrierevier Auvergne-Rhône-Alpes und Bourgogne-Franche-Comté knapp vor der Region Occitanie im Westen.

Ein sehr gutes Jahr also in den ansonsten durchaus wechselhaften Geschäftsjahren der jüngeren Vergangenheit. Ein stabiler Faktor: die Grossunternehmen. Ihr Anteil an den Investitionsprojekten macht 45 Prozent aus. Unter den Top 5: Nestlé SA, STMicroelectronics, Kühne Holding AG, Adecco SA und Lafargeholcim Ltd. Die meisten der Unternehmen sind schon seit Jahrzehnten vor Ort und schätzen vor allem die sehr gute Infrastruktur und den exzellenten Ausbildungsstand der Beschäftigten, insbesondere bei Ingenieuren.

Folgerichtig sind Dienstleistungen hauptsächlich bei der Projektplanung mit industriellem und technischem Bezug stark vertreten (27 Prozent aller Projekte), ebenso wie IT-Services und Elektronik (12 Prozent). Allgemein gilt: fast alle Branchen finden Einzug in diese Jahresbilanz. Ob Energiesektor, Chemie, Pharma, Finanzdienstleistungen, Automobilzulieferer: Branchenvertreter aus 18 Marktsegmenten haben sich für den Standort Frankreich entschieden. Das spricht für das Angebot Frankreichs – aber auch für die breite Ausrichtung und internationale Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft.

Letzte Änderung 05/04/2018

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