Zofingen Literaturtagen: viel Freude und Engagement an der Literatur

Markus Kirchhofer ist nicht nur Autor von Bildgeschichten, Lyrik, Kurzgeschichten, Kolumnen, Ausstellungen und Theaterstücken, er ist auch Programmleiter der Zofingen Literaturtagen seit 2016. Im Rahmen der kommenden Veranstaltung haben wir ihn ein paar Fragen gestellt.

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10 Jahren Literaturtagen Zofingen - ein guter Grund zu feiern ihres Bestehens als Literaturort.

Ja, es ist erfreulich, dass die Literaturtage Zofingen dieses Jahr zum zehnten Mal durchgeführt werden können. Das erfordert viel Engagement von allen Beteiligten - und vor allem viel Freude an der Literatur.

Warum haben Sie Frankreich als Gast zu dieser Auflage ausgewählt?

Seit 2009 laden die Literaturtage Zofingen den jeweiligen Ehrengast der Frankfurter Buchmesse in die Schweiz ein. Frankreich hat 2017 die französische Sprache ins Zentrum seiner Frankfurter Präsentation gerückt, was ich als Autor und Programmleiter sehr begrüsse.

Ein paar Autoren aus der Romandie, darunter Noëlle Revaz und Pascale Kramer sind auch dabei – ist es eine Möglichkeit die Nähe zur Literatur durch ein geteiltes Medium (die französische Sprache) zu teilen?

Die französischsprachige Literatur ist für uns Deutschschweizer gut zugänglich, weil Französisch eine Landessprache ist. Zu Georgien, dem Ehrengast 2018, und zu seiner Sprache gibt es beispielsweise wesentlich weniger bestehende Bindungen, sprachlich und kulturell. Entsprechend bedeutend ist der Anteil der französischsprachigen Schweizerinnen und Schweizer, die in Zofingen lesen werden.

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Was sind die Highlights des Programms?

Im Zentrum der über 20 Veranstaltungen stehen selbstverständlich die Lesungen. Besonders freue ich mich, dass es dank der Mithilfe der Französischen Botschaft in Bern gelungen ist, die digitale Bibliothek L.I.R. ("Livre in Room") nach Zofingen zu bringen. Dieses innovative Projekt, das in Lyon kreiert wurde, wird für zehn Tage in der Stadtbibliothek Zofingen zu bewundern sein.

Das Festival verfügt auch über ein Programm für Jugendliche. Inwiefern erhöht das Festival die Sensibilität für Literatur unter Lehrern und Schülern?

Als ehemaligem Lehrer ist es mir ein Anliegen, Kindern und Jugendlichen Zugang zur Literatur unseres Ehrengastes zu ermöglichen. Im Vorfeld der Literaturtage finden in Zofingen zwei Projektwochen statt, eine an der Volksschule („bande dessinée“) und eine an der Kantonsschule („Literatur aus erster Hand“). Ich bin überzeugt, dass diese vertiefte Auseinandersetzung mit der französischsprachigen Literatur allen Beteiligten nachhaltig in Erinnerung bleiben wird.

Letzte Änderung 27/12/2017

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